Arbeitsrecht · Mobbing

Mobbingtagebuch: kostenloses Muster

Wer sich gegen Mobbing wehren will, muss die Vorfälle später genau schildern können: wann, wo, wer, was und vor welchen Zeugen. Mit diesem Muster halten Sie alles von Anfang an geordnet fest.

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6 Seiten: Anleitung, Angaben zur Arbeitsstelle, beteiligte Personen, Vorfallstabelle, Arztbesuche, Gespräche und Beschwerden, Belegverzeichnis.

Warum ein Tagebuch?

Vor Gericht zählt der konkrete Vorfall

Arbeitsgerichte verlangen, dass Betroffene die einzelnen Vorfälle konkret darlegen. Pauschale Angaben wie „ich werde ständig schikaniert“ genügen nicht. Ein zeitnah geführtes Tagebuch ist selbst kein Beweismittel, hilft Ihnen aber, Ihre Erinnerung festzuhalten, das System hinter einzelnen Vorfällen sichtbar zu machen und Zeugen sowie Belege zu benennen.

So führen Sie es richtig

  1. Jeden Vorfall möglichst am selben Tag eintragen, mit Datum, Uhrzeit und Ort.
  2. Sachlich bleiben und Äußerungen möglichst wörtlich wiedergeben.
  3. Zeugen mit Namen und Funktion notieren.
  4. Gesundheitliche Folgen, Arztbesuche und Krankschreibungen vermerken.
  5. Belege wie E-Mails und Nachrichten sammeln und im Belegverzeichnis nummerieren.
  6. Das Tagebuch privat führen, nicht auf dem Dienstrechner.
  7. Nichts nachträglich ändern; Ergänzungen mit Datum nachtragen.
Fristen nicht versäumen

Ansprüche nach dem AGG müssen innerhalb von zwei Monaten schriftlich geltend gemacht werden (§ 15 Abs. 4 AGG). Viele Arbeits- und Tarifverträge enthalten Ausschlussfristen, oft von drei Monaten. Schadensersatz und Schmerzensgeld verjähren in der Regel nach drei Jahren zum Jahresende (§§ 195, 199 BGB).

Ihre Möglichkeiten

Beschwerde beim Arbeitgeber (§ 84 BetrVG, § 13 AGG) und beim Betriebsrat (§ 85 BetrVG); Ansprüche auf Unterlassung, Schadensersatz und Schmerzensgeld, etwa nach §§ 280, 241 Abs. 2, 823, 253 Abs. 2 BGB und § 15 AGG. Ob sie bestehen, hängt vom Einzelfall ab.

Lassen Sie Ihren Fall prüfen

Senden Sie mir Ihr Mobbingtagebuch und Ihre Belege. Ich prüfe, welche Ansprüche bestehen und welche Fristen laufen, und kläre auf Wunsch die Kostenübernahme mit Ihrer Rechtsschutzversicherung. Als Mediator suche ich, wo es sinnvoll ist, auch eine Lösung im Betrieb.

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Das Muster und die Hinweise dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine Rechtsberatung im Einzelfall. Sie dürfen das Muster für eigene Zwecke frei verwenden. Stand: Oktober 2026.

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